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Liebe Freunde und Kollegen,
Ein Jahr lang habe ich, gemeinsam mit einem Koautoren vom MDR, an einer Langzeitdoku für die ARD und mehreren Reportagen aus Afghanistan gearbeitet. Jetzt sind die Filme fertig und dies sind die Sendtermine:
- Hindukusch und zurück, - Ein Jahr im Leben zweier Bundeswehrsoldaten , ARD am 21.11.2011, um 23.30 Uhr , Länge 45 min
- Afghanistan privat ein Filmexperiment. Im Januar 2011 übergab ich zwei Afghanen, einem Mann in Kunduz und einem Bauern aus der Provinz Kunduz, MiniDV Kameras, verbunden mit der Bitte, ihren Alltag zu filmen. Im Sommer sammelte ich das Material ein, ließ es übersetzen und bearbeitete es. Herausgekommen ist ein spannender Film, leider auch mit sehr grausamen Szenen. Deshalb läuft dieser Film sehr spät, in der Nacht vom 21. 22.11.2011, um 00.40 Uhr im MDR-Fernsehen. Auch in der Mediathek des MDR wird dieser Film immer nur in der Zeit von 23 05 Uhr zu sehen sein. Länge: 30 min
- 3. Gradwanderung am Hindukusch ein Film über die Aufbauarbeit in der abgelegenen und atemberaubend schönen Provinz Badakhschan. MDR am Sonntag, 27.11.2011, 16.05 Uhr. Länge 25 min.
- Zwischen Pflicht und Sehnsucht Phoenix am Sonntag, 4.12.2011 um 21.30 Uhr. Länge 90 min.
Vielleicht habt ihr Zeit, den einen oder anderen Film zu sehen. Es würde mich freuen. Viele Grüße. Euer Thomas Kasper
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11. September: New York 10 Jahre danachZum zehnten Jahrestag des 11. September gedenkt ARTE der Anschläge mit dem Schwerpunkt "9/11" TV-ProgrammZweiteilige Dokumentation: Die Straßen des Terrors 1979-2001 Themenabend: Unter Terrorverdacht ARTE Reportage: USA - Soldaten, die sich selbst töten Thementag - New York Forever |
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Freitag, 02. Juli, 07.45-08.00 SWR
Trip durch Kabul. Unterwegs mit einem Popstar
Darya ist ein afghanischer Superstar - ein Popstar, der weltweit Konzerte gibt. Aber Darya hat seine Herkunft nicht vergessen: Geboren und aufgewachsen in Kabul, kommt er oft hierher zurück. Und unterstützt die ärmsten der Armen - mit "Kocha", einem Projekt für Straßenkinder. "Nur wenn die Kinder Afghanistans die Möglichkeit bekommen zu lernen, kann das Land seine Misere in den Griff bekommen". Darya nimmt den Zuschauer mit auf einen "Trip durch Kabul" und zeigt seine Stadt aus der Perspektive von Kindern, deren Leben als Kriegswaisen, als Flüchtlinge, als Obdachlose scheinbar freud- und chancenlos ist. Darya will das ändern .
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PHOENIX RUNDE,Mi, 16.12.09, 22.15 - 23.00 Uhr
Die Kundus-Affäre – Ziviler Aufbau oder Krieg?
Gaby Dietzen diskutiert in der PHOENIX Runde mit
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Hans Peter Bartels (SPD, Verteidigungsausschuss),
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Oberst Ulrich Kirsch (Vorsitzender Bundeswehrverband),
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Reinhard Erös (Kinderhilfe Afghanistan).
Link zur Sendung und Stream: http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/phoenix_runde/279626?datum=2009-12-16
Freitag, 19. September 14.00-14.50 Arte
WunderWelten: Pakistan - Kinder der Koranschule
22.25-23.50 Arte Ein Dschihad für die Liebe Dokumentarfilm,
USA/Großbritannien/Deutschland 2004, ZDF, Synchronfassung, Erstausstrahlung
Unter Berufung auf den Koran ist in vielen muslimischen Ländern Homosexualität ausdrücklich verboten. Abhängig von Regierung und Rechtssprechung, geht die Bandbreite der Strafen von der Auspeitschung bis hin zum Tod durch Steinigung.
Das Verbot führt dazu, dass viele muslimische Lesben, Schwule und Bisexuelle die Scham, die sie in ihrer Familie und Gemeinschaft erfahren, verinnerlichen und - Verachtung und Bestrafung fürchtend - oft unfähig sind, ihre Sexualität zu leben. Schwule und lesbische gläubige Muslime aus Südafrika, Ägypten, Pakistan, Indien, Iran, Frankreich und der Türkei berichten von den Problemen, mit denen sie als gleichgeschlechtlich Liebende konfrontiert sind.
Filmemacher Parvez Sharma begleitet sie durch ihren Alltag und erzählt von ihren Wünschen, Ängsten und ihrem "Dschihad", ihrem Kampf für die Liebe. Sein Dokumentarfilm fragt, wie man muslimisch und schwul beziehungsweise lesbisch zugleich sein kann, welche Wege sich abzeichnen, sexuelle Identität und Religion miteinander zu verbinden.
Parvez Sharma hofft, einen Dialog zu einem Thema zu beginnen, das in den meisten muslimischen Ländern ein Tabu darstellt. Dabei macht er den Zuschauern deutlich, dass es längst keine Selbstverständlichkeit ist, in der Sprache der gläubigen Moslems über Sexualität zu sprechen.
"Ein Dschihad für die Liebe" ist der erste abendfüllende Dokumentarfilm von Parvez Sharma, an dem er mehr als fünf Jahre gearbeitet hat. Der Filmemacher sagt über die Motivation, diesen Film zu realisieren: "Ich wollte mit meinem Film einer Community eine Stimme geben, die in vielen Ländern zum Schweigen verurteilt ist.
Ich wollte dieser viel zu selten gehörten Minderheit die Möglichkeit geben, ihre Geschichte des Islams zu erzählen."
Drei Jahre nach Ende der Talibanherrschaft reiste die Filmautorin Ulrike Becker quer durch Afghanistan, beginnend im Westen in der Wüstenoase Herat, schon in der Antike ein wichtiger Handelsknotenpunkt. Unter den Timuriden erreichte Herat im 15. Jahrhundert seine kulturelle Blüte. Königin Gohar Schad förderte die Künste, Dichtung, Musik und Malerei. Ihr Grabmahl befindet sich in einem einstigen Universitätskomplex, den sie in Herat gegründet hatte. Von Herat aus fährt Ulrike Becker Richtung Zentralafghanistan. In sonnenverbrannten Lehmdörfern begegnet sie Menschen, die mit ihrer bloßen Hände Arbeit versuchen, ihren Kindern wieder eine Zukunft zu bauen. Internationale Hilfen erreichen diese Regionen kaum, und doch haben die Bewohner weder die Hoffnung, noch ihre Freundlichkeit oder Großzügigkeit gegenüber Fremden verloren. Was vielen ihren Lebensmut erhält, ist die Religion, vor allem die spirituelle Seite des Islam, der Sufismus. Im Hochtal von Bamiyan stößt Ulrike Becker auf die einzige archäologische Grabung, die seit Kriegsende in Afghanistan stattfindet, die Suche nach einem vergrabenen Riesenbuddha. In Kabul, wo die Reise endet, besucht sie das Museum, wo erstmals seit Kriegsende wieder Skulpturen ausgestellt sind - restaurierte Buddhafiguren, die nach den Zerstörungen durch die Taliban wieder zusammengesetzt werden konnten.
Dienstag, 03. Juni 08, 23.00-00.30 Arte
Afghanische Frauen zwischen Gott und Medikamenten
Dokumentarfilm, Frankreich 2005, Originalfassung mit Untertiteln, ARTE F
Tschaghtscharan ist ein kleines Dorf in der Provinz Ghor im Zentrum Afghanistans. In der bergigen, schwer zugänglichen Region gibt es keine Straßen, keinen Strom und nur eine einzige Poliklinik. Für die Bauern der umliegenden Dörfer ist das rund 30 Betten zählende Krankenhaus die letzte Rettung, wenn die Heilmittel der Großmütter und die von den Dorfmullahs verkauften Talismane versagen. Die Belegschaft stammt aus Afghanistan, bis auf eine holländische Hebamme, die für "Ärzte der Welt" arbeitet. Auf dem Krankenhausgelände steht ein weißes Zelt, in dem tuberkulosekranke Frauen und ihre Familien während ihrer zweimonatigen Behandlung isoliert werden.
Aber ob eine Frau überhaupt medizinisch behandelt wird, hängt allein von der Entscheidung ihres Mannes ab. "Für sie sind wir weniger wert als eine Kuh", sagt eine Frau mit Blick auf ihre kranke Tochter. Zu einem räumlich und sozial isolierten Leben gezwungen, wird das Leben einer Frau in der Familie des Ehemannes oft zur Hölle. Der Dokumentarfilm zeigt, wie kompliziert der Zugang zur medizinischen Versorgung für die Patienten und ihre Familien ist. Für die Heilung und somit das Überleben einer Frau muss die ganze Familie hohe Kosten auf sich nehmen. Ihr Mann und ihre jüngsten Kinder begleiten sie oft ins Krankenhaus. Für den Mann bedeutet die Anwesenheit im Krankenhaus einen Verdienstausfall. Wer soll die übrige Familie ernähren? Zusätzlich schaffen Religion, soziale Gewohnheiten und Mangel an Erfahrung Schwierigkeiten.
Eine Frau, die nie aus ihrem Dorf herausgekommen ist, die weder lesen noch schreiben kann und keine Uhr hat, ist außerdem nur schwer davon zu überzeugen, dass ihr eine regelmäßige Medikamenteneinnahme auch ohne Zutun Allahs das Leben retten kann. In den Gemeinschaftsräumen des Krankenhauses tauschen Frauen oft zum ersten Mal ihre Erfahrungen aus und denken über ihre Zwangslage nach. So wird das Krankenhaus zu einem Ort der politischen Bewusstwerdung, zum Mikrokosmos, in dem Tradition und Moderne aufeinander stoßen.
Mittwoch, 09. Mai, 21.15-22.15 3sat
Kampf um die Kinder - Afghanistan zwischen Krieg und Hoffnung
Ein Film von Michael Hanfeld und Wolfgang Klauser
Mo, 30 April 2007, 21.00-21.30 3sat
Wasser für Afghanistan
Eine Dokumentation von Gernot Stadler
Afghanistan leidet nicht nur unter den Folgen von 23 Jahren Krieg, sondern auch unter einer seit Jahren anhaltenden Dürre. Ganze Landstriche sind ausgetrocknet. Viele Flüsse führen zu wenig Wasser, um Kraftwerke zu betreiben oder in Versorgungskanäle eingespeist zu werden. Tausende Kinder sterben, weil sie verunreinigtes Wasser trinken. Zu den großen Nachkriegsprojekten in Afghanistan gehört der Wiederaufbau des durch die Kriege zerstörten Wasserleitungsnetzes und der Kanalisation. Die Dokumentation von Gernot Stadler zeigt die vielschichtigen Probleme der Menschen, die aus der mangelnden Wasserversorgung Afghanistans resultieren, und wie derzeit unter österreichischer Federführung das Wasserversorgungsnetz in zahlreichen Provinzhauptstädten wieder aufgebaut wird.
07.50-08.35 SWR Mittwoch, 11. April
Länder - Menschen - Abenteuer: Afghanistan - Von Herat nach Kabul
Ein Film von Ulrike Becker
Reisen durch Afghanistan ist Reisen durch ein gastfreundliches Land. Von den faszinierenden Kulissen, die das Land am Hindukusch bietet, sieht man in den Medien des Westens wenig. Die Folgen des Krieges bestimmen unsere Schlagzeilen. Aber wann spricht man über Afghanistans wunderbare Kulturschätze, seine ehrwürdige Geschichte oder die Warmherzigkeit seiner Menschen? Der Film von Ulrike Becker beginnt im Westen in der Wüstenoase Herat, die schon in der Antike ein wichtiger Handelsknotenpunkt war. Alexander der Große ließ es sich hier noch einmal gut gehen, bevor er mit seinem Heer über das staubige Tiefland Richtung Süden zog. Unter den Timuriden, mit deren Herrschaft die Stadt am häufigsten in Verbindung gebracht wird, erreichte Herat im 15. Jahrhundert seine kulturelle Blüte.
Von Herat aus fährt das Filmteam Richtung Zentralafghanistan. In sonnenverbrannten Lehmdörfern begegnet es Menschen, die mit ihrer bloßen Hände Arbeit und gestützt nur auf die Solidarität untereinander versuchen, ihren Kindern wieder eine Zukunft zu bauen. Internationale Hilfen erreichen diese Regionen kaum, und doch haben auch hier die Bewohner weder die Hoffnung, noch ihre Freundlichkeit oder Großzügigkeit gegenüber Fremden verloren. Was vielen ihren Lebensmut erhält, ist die Religion, vor allem die spirituelle Seite des Islam, der Sufismus. In der kleinen Stadt Shisht, wo einst berühmte Sufi-Meister lehrten, wird das Team eingeladen, sich in der Moschee auszuruhen und dem Gesang eines jungen Sufis zu lauschen. Im Hochtal von Bamiyan stößt es auf die einzige archäologische Grabung, die seit Kriegsende in Afghanistan stattfindet. Und in Kabul, wo die Reise endet, besucht es das Museum, in dem erstmals seit Kriegsende wieder restaurierte Buddhafiguren ausgestellt sind, die nach den Zerstörungen durch die Taliban wieder zusammengesetzt werden konnten.
09.40-09.55 Arte: Schüler helfen Schülern
Kein Frieden am Hindukush: Wie weiter in Afghanistan?
Streitgespräch mit
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Ruprecht Polenz, CDU-MdB Winfried Nachtwei, MdB, Grüne
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Roman Washuk, Kanad. Botschaft
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Conrad Schetter, ZEF
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Leitung: Arnd Henze, WDR
Montag, 4.Dezember, 20 Uhr
Christuskirche, Köln-Dellbrück, Bergisch-Gladbacher-Str.848
Dellbrücker Forum, www.dellbruecker-forum.de
RTL-Reportage über Selbstverbrennungen von Frauen in Afghanistan
(dpa) In der Klinik der afghanischen Stadt Herat werden jährlich 200 Frauen mit schweren Verbrennungen behandelt, die sie sich in Selbstmordabsicht selbst zugefügt haben.
Die Hälfte von ihnen stirbt, die anderen überleben mit schweren Brandnarben, von denen sie auf Dauer gezeichnet sind. Das Schicksal einer dieser Frauen dokumentiert RTL-Reporterin Antonia Rados in dem Film "Feuertod", den der Kölner Sender an diesem Sonntag (22.15 Uhr) ausstrahlt.
Rados und ihr Team sind im Frühjahr nach Herat gefahren, um die Zustände auf der Brandstation des dortigen Krankenhauses zu dokumentieren. Wenige Stunden vor ihrer Ankunft ist wieder eine junge Frau eingeliefert worden, die sich durch Selbstverbrennung töten wollte. Ihr Name ist Gololai. Über ihr Motiv für den Freitod berichtet die 20-Jährige: Ihr Bruder hat sie für 3.000 Dollar an den Cousin verkauft und einer Zwangsheirat zugestimmt. Die junge Frau wehrt sich vergebens, nach der Eheschließung sieht sie keinen anderen Ausweg als die Selbstverbrennung.
Die Reportage berichtet auch über Gololais Familie und das Polizeiverhör ihres Ehemannes. Antonia Rados wird Zeugin des sonderbaren Umgangs der Justiz mit der Problematik der Zwangsverheiratung und ihrer Folgen für viele Frauen. Sie hört, dass es sogar Fälle gebe, in denen Frauen von ihren Familien angezündet werden. Fünf Tage und Nächte wechseln sich die Reporterin und eine Kamerafrau im Krankenhaus ab, wo außer den Ärzten Männer keinen Zugang haben. Sie erleben, wie neu eingelieferte Verbrennungsopfer um ihr Überleben kämpfen und aus Angst vor der Ermordung nicht mehr nach Hause wollen. Für Gololai stellt sich diese Frage am Ende nicht mehr: Sie stirbt an den Folgen ihrer Brandverletzungen.
Es sind nach Rados' Erfahrungen immer wieder die Zwangsehen, durch die junge Frauen und Mädchen in den Selbstmord getrieben werden. "Sie werden zu Hausarbeiten gezwungen, dürfen das Haus nicht verlassen und sind so Gefangene im eigenen Heim, die keinen anderen Ausweg sehen, als sich zu verbrennen. Gololai, die wir gefilmt haben, war etwa sechs Monate nicht vor die Tür gekommen." Die Selbstverbrennung wählen sie nach Auskunft eines Klinikarztes, weil sie weder an ein Seil noch an Tabletten kommen. Sie halten sich meistens in der Küche auf, wo es immer Benzin gibt. Für Frauen sind die Verhältnisse in Afghanistan nach Rados' Beobachtungen "auch fünf Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes verheerend".
Montag, 09. Oktober, 20.15-20.40 arte
Chaghcharan, ein afghanisches Krankenhaus (1/5): Der Wille Gottes
Sarah ist eine afghanische Frau von etwa 40 Jahren, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Sie ist tuberkulosekrank. Um sich im Krankenhaus von Chaghcharan behandeln zu lassen, muss sie einen zweitägigen Fußmarsch zurücklegen. Die meisten Patientinnen stammen aus entlegenen Gebirgsdörfern und müssen sich an die Gegebenheiten des Krankenhauses anpassen. Die Doku-Soap begleitet die Frauen im Alltag und zu Untersuchungen. Sie zeigt ihren Kampf gegen die Krankheit und ihr Hoffen auf die Heilung ihrer ebenfalls kranken Kinder. Unter der Taliban-Herrschaft durften Frauen nicht von Männern untersucht werden, weibliche Ärzte gab es nicht. Noch heute gehen Frauen erst ins Krankenhaus, wenn keine andere Hoffnung mehr besteht. Der Krankenhausaufenthalt bedeutet für sie, zum ersten Mal ihr Heimatdorf zu verlassen und auf die Heilmethoden des "Medizin-Mullahs" zu verzichten.
Sie begeben sich in eine Männerwelt, in der Medikamente und Spritzen für wirksamer gehalten werden als der Wille Gottes. Aber im Krankenhaus erleben die kranken Frauen auch Gemeinschaft, und zum ersten und vielleicht letzten Mal in ihrem Leben können sie sich der Welt öffnen, ihre Lage mit anderen Frauen besprechen und ein wenig begreifen, dass auch sie Rechte haben. Sie finden sogar den Mut, sich fotografieren zu lassen, um genau wie die Männer einen Wählerausweis zu bekommen. Als Sarah das Krankenhaus am Ende geheilt verlässt, verspricht sie, dass sie ihre Tochter zur Schule schicken wird.
In der Planung schien die Realisierung dieser Doku-Soap ein schwieriges Unterfangen zu werden. Doch die Filmemacher konnten das Vertrauen der Mullahs gewinnen, die in den Dörfern das Sagen haben, und durften die Häuser betreten, eine Familie auf ihrer Reise begleiten und mit ihr nach der Heilung ins Dorf zurückkehren. Doch heute wäre dieser Film nicht mehr möglich, denn inzwischen bekriegen sich die lokalen Warlords, das Krankenhaus wird militärisch überwacht, der Garten, in dem das Zelt der tuberkulosekranken Frauen stand, wurde vermint und das Team von "Ärzte der Welt" musste evakuiert werden. Es war ein Glücksfall, dass die Dreharbeiten im April und Mai 2004 ohne Zwischenfälle verliefen. Die fünfteilige Reihe versteht sich als kleiner Beitrag zum Auftrag von "Ärzte der Welt", alle Krankheiten - dazu gehört auch die Ungerechtigkeit - zu bekämpfen.
Dienstag, 10. Oktober 20.15-20.40 arte
Chaghcharan, ein afghanisches Krankenhaus (2/5): Beten oder Leben
Golchere will, dass ihre Tochter Zainab nach Hause kommt, denn sie glaubt nicht an die Wirksamkeit von Medikamenten: "Nur Gottes Wille kann sie retten", sagt sie. Doch der Stiefvater Abdul Ramon kann Golchere schließlich dazu bewegen, sich im Krankenhaus um Zainab zu kümmern. Als sie sich auf den Weg macht, muss Golchere ihre beiden Söhne im Dorf zurücklassen. Doch im Krankenhaus angekommen, will sie so schnell wie möglich zurück nach Zartale, damit der Mullah ihre Tochter rettet.
Mittwoch, 11. Oktober 20.15-20.40 arte
Chaghcharan, ein afghanisches Krankenhaus (3/5): Das Leben der Frauen
Die Ärzte wollen Zainab nicht entlassen. Bevor sich Golchere auf den Weg in ihr Heimatdorf Zartale macht, holt sie sich aus der Apotheke Medikamente, denn auch sie leidet an Tuberkulose. Addie, die Hebamme von "Ärzte der Welt", versucht, die Dayas - so heißen die traditionellen afghanischen Geburtshelferinnen -, die auch die Kranken betreuen, für moderne Methoden zu interessieren. Zurück in Zartale, kauft Golchere als Erstes dem "Medizin-Mullah" des Dorfes einen Talisman ab, denn sie vertraut ihm mehr als den Medikamenten des Krankenhauses.
Donnerstag, 12. Oktober 20.15-20.40 arte
Chaghcharan, ein afghanisches Krankenhaus (4/5): Das kranke Kind
Sarah hat Tuberkulose. Sie sorgt sich um die Gesundheit ihrer Tochter Peri, denn sie befürchtet, diese beim Stillen anzustecken. Auch Sarahs Mann Dad Gol steht dem Gewichtsverlust seiner Tochter hilflos gegenüber. Addie, die Hebamme, versucht ihn zu beruhigen. Eine Regierungsangestellte kommt in das Zelt der Tuberkulosepatientinnen, um sie dazu zu bewegen, sich in die Wählerlisten einzutragen. Danach diskutieren die Frauen über ihre Lage.
Freitag, 13. Oktober 20.15-20.40 arte
Chaghcharan, ein afghanisches Krankenhaus (5/5): Trotz des Krieges
In der Nähe des afghanischen Provinzkrankenhauses droht eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen zwei lokalen Warlords. Im Zelt packen die Familien der Kranken die Sachen und bereiten sich darauf vor, den Kämpfen zu entfliehen. Da Sarah geheilt ist und ihre Familie nicht mehr um die Gesundheit ihrer Tochter zu bangen braucht, beschließen sie, das Krankenhaus so schnell wie möglich zu verlassen. Zainab blickt ihnen hinterher. Bevor sie ihr Dorf erreichen, steht ihnen aber noch ein beschwerlicher zweitägiger Fußmarsch durch die Berge bevor.















